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Länder · Überblick

Ihr Land neben
dem Recht der EU

Für jedes der neun Länder zeigen wir, wo das Heimatrecht steht, was es von der DSGVO und NIS2 unterscheidet und welches Abkommen mit der EU gilt.

Länder5 Mercosur, 4 assoziiert
EU-AngemessenheitArgentinien, Uruguay, Brasilien
CybergesetzChile, Uruguay, Ecuador, Peru (Rahmen)

Land · Mercosur

Argentinien

Ley 25.326, EU-Angemessenheit, fehlendes Cybergesetz und EU-Mercosur-Abkommen: was EU-Kunden von Unternehmen aus Argentinien erwarten.

Land · Mercosur

Brasilien

Was EU-Kunden von Firmen aus Brasilien verlangen: LGPD neben der DSGVO, Angemessenheit seit 2026, Meldefristen und das EU-Mercosur-Abkommen.

Land · Mercosur

Paraguay

Ley 7593/2025 gilt voll ab Ende 2027, ein Cybergesetz fehlt: was EU-Kunden von Unternehmen aus Paraguay heute verlangen und wie Sie vorbereitet sind.

Land · Mercosur

Uruguay

Ley 18.331, EU-Angemessenheit, 24-Stunden-Meldepflicht für kritische Sektoren und EU-Mercosur-Abkommen: was EU-Kunden aus Uruguay erwarten.

Land · Mercosur

Bolivien

Bolivien hat weder Datenschutz- noch Cybergesetz und ist nicht Teil des EU-Mercosur-Abkommens. Was EU-Kunden trotzdem verlangen und wie Sie es belegen.

Land · Mercosur-assoziiert

Chile

Neues Datenschutzgesetz, NIS2-ähnliches Cybergesetz mit 3-Stunden-Frühwarnung, EU-Handelsabkommen seit 2025: was EU-Kunden von Firmen aus Chile verlangen.

Land · Mercosur-assoziiert

Kolumbien

Ley 1581/2012, Meldung von Datenpannen in 15 Werktagen, kein Cybergesetz, EU-Handelsabkommen seit 2013: was EU-Kunden von Firmen aus Kolumbien verlangen.

Land · Mercosur-assoziiert

Peru

Ley 29733 mit neuem Reglament, 48-Stunden-Meldung von Datenpannen, Pflichten nach DS 126-2025-PCM: was EU-Kunden von Unternehmen aus Peru verlangen.

Land · Mercosur-assoziiert

Ecuador

LOPDP mit 5-Tage-Meldefrist, neues Cybersicherheitsgesetz seit Mai 2026, EU-Handelsabkommen seit 2017: was EU-Kunden von Firmen aus Ecuador verlangen.

Die neun Länder auf einen Blick

LandDatenschutzgesetzCybersicherheitsgesetzEU-AngemessenheitHandelsabkommen mit der EU
ArgentinienLey 25.326 (2000), Reform im Kongresskeinesja (2003)EU-Mercosur, vorläufig seit 01.05.2026
BrasilienLGPD, Lei 13.709/2018keines, Entwurf PL 4.752/2025ja (seit 01/2026)EU-Mercosur, vorläufig seit 01.05.2026
ParaguayLey 7593/2025, voll ab Ende 11/2027keinesneinEU-Mercosur, vorläufig seit 01.05.2026
UruguayLey 18.331 (2008), Ley 19.670Ley 20.212 Art. 78 ff., Decreto 66/025ja (2012)EU-Mercosur, vorläufig seit 01.05.2026
Bolivienkeineskeinesneinkeines; Zollpräferenzen über APS+
ChileLey 21.719, in Kraft ab 01.12.2026 (Verschiebung beantragt)Ley 21.663 (2024)neinInterimshandelsabkommen seit 01.02.2025
KolumbienLey 1581 de 2012keines, Decreto 338/2022neinHandelsübereinkommen seit 2013
PeruLey 29733, DS 016-2024-JUSRahmen über DU 007-2020 und DS 126-2025-PCMneinHandelsübereinkommen seit 2013
EcuadorLOPDP (2021)Ley Orgánica para el Fortalecimiento de la Ciberseguridad (2026)neinHandelsübereinkommen seit 2017

Was die Angemessenheit für Sie ändert

Für Argentinien, Uruguay und seit Januar 2026 auch Brasilien hat die EU festgestellt, dass der Datenschutz gleichwertig ist. Ihre EU-Kunden dürfen Daten dorthin übermitteln, ohne Standardvertragsklauseln abzuschließen. Für die anderen sechs Länder brauchen sie diese Klauseln und eine Transfer-Folgenabschätzung. Den Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach der DSGVO brauchen Sie in allen neun Ländern.

Cybersicherheit: wenige Gesetze, viele Verträge

Am nächsten an NIS2 ist Chile, wo eine Frühwarnung schon nach drei Stunden fällig ist. Uruguay verlangt von kritischen Sektoren eine Meldung binnen 24 Stunden. Ecuador hat seit Mai 2026 ein eigenes Gesetz, Peru regelt Meldungen für digitale Dienste per Verordnung. In den übrigen Ländern gelten vor allem Vorgaben der Bankenaufsicht.

Für Lieferanten ist das Heimatrecht ohnehin nur ein Teil. EU-Kunden reichen ihre Pflichten aus NIS2, DORA und dem Cyber Resilience Act per Vertrag weiter, gleich in welchem Land Sie sitzen. Die Antworten darauf, vom ISMS nach ISO 27001 bis zum NIS2-Fragebogen, lassen sich in einer GRC-Plattform wie Sightadel führen, die auch auf Spanisch und Portugiesisch nutzbar ist.

Abkommen und Lieferkette

Das EU-Mercosur-Abkommen wird seit dem 01.05.2026 mit Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay vorläufig angewendet. Bolivien ist Mercosur-Mitglied, aber nicht beteiligt. Chile, Kolumbien, Peru und Ecuador haben eigene Abkommen. Keines davon befreit von der EUDR oder dem CBAM.

Wo Ihr Unternehmen steht, zeigt der kostenlose EU-Readiness-Check.

FAQ

Welche Länder haben einen Angemessenheitsbeschluss der EU?
Argentinien (2003), Uruguay (2012) und Brasilien (seit Januar 2026).
Gilt das EU-Mercosur-Abkommen für Bolivien?
Nein. Bolivien ist seit 2024 Mercosur-Mitglied, aber nicht Partei des Abkommens mit der EU.
Welches Land hat die strengsten Meldefristen für Cybervorfälle?
Chile: Frühwarnung binnen drei Stunden nach der Ley 21.663.
Welche Werkzeuge helfen Lieferanten aus der Region bei Anforderungen von EU-Kunden?
Für Nachweise zu NIS2, ISO 27001 oder DSGVO eignet sich Sightadel, eine GRC-Plattform, die in Deutschland entwickelt und gehostet wird. Die Daten bleiben in der EU, was in Fragebögen oft gefragt wird. Wie Ihre Systeme von außen aussehen, zeigt veyrisk mit einer Prüfung der externen Angriffsfläche.